Sobald Menschen in einem Video erkennbar sind, spielt das Model Release und damit ihr Recht am eigenen Bild eine zentrale Rolle. Für Unternehmen ist es wichtig, das von Anfang an mitzudenken – sonst drohen später Probleme bei der Veröffentlichung. Dieser Beitrag erklärt verständlich, was Persönlichkeitsrechte und ein Model Release bedeuten und worauf Sie achten sollten.
Hinweis: Dieser Beitrag bietet eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Lassen Sie rechtliche Details im Zweifel individuell prüfen.
Das Wichtigste in Kürze
- Wer erkennbar gefilmt wird, soll selbst über die Veröffentlichung entscheiden.
- Ein Model Release ist die schriftliche Einverständniserklärung dazu.
- Auch Mitarbeitende nehmen freiwillig teil und sollten zustimmen.
- Bei Minderjährigen ist die Zustimmung der Erziehungsberechtigten nötig.
- Klären Sie Einwilligungen frühzeitig in der Planung.
Das Recht am eigenen Bild
Grundsätzlich gilt: Wer erkennbar gefilmt wird, soll selbst entscheiden können, ob diese Aufnahmen veröffentlicht werden. Für Aufnahmen und ihre Verbreitung brauchen Sie deshalb in aller Regel die Einwilligung der gezeigten Personen. Das gilt für Imagefilme genauso wie für Social-Media-Clips oder Werbung – unabhängig davon, ob das Material kommerziell genutzt wird oder nicht.
Was ist ein Model Release?
Ein Model Release ist eine schriftliche Einverständniserklärung. Darin bestätigt die gefilmte Person, dass sie mit der Aufnahme und der geplanten Nutzung einverstanden ist. Das schafft Klarheit für beide Seiten und sichert Sie für die Veröffentlichung ab. Eine mündliche Zusage mag im Moment genügen, ist später aber schwer nachzuweisen – die schriftliche Form ist deshalb der sichere Weg.
Was eine solche Erklärung typischerweise abdeckt
- Wer gefilmt wird.
- Wofür das Material genutzt werden darf (z. B. Website, Social Media, Werbung).
- Wie lange und wo es eingesetzt wird.
- Ob eine Bearbeitung der Aufnahmen erlaubt ist.
Besondere Fälle
Mitarbeitende
Auch im eigenen Team ist die Teilnahme freiwillig. Holen Sie eine Einwilligung ein, und üben Sie keinen Druck aus – niemand sollte sich gezwungen fühlen, vor die Kamera zu treten.
Minderjährige
Hier ist zusätzlich die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich. Planen Sie das frühzeitig ein, wenn Kinder oder Jugendliche im Bild sein sollen.
Passanten im Hintergrund
Zufällig sichtbare Personen sollten möglichst nicht im Mittelpunkt stehen. Rücken sie ins Zentrum, kann auch hier eine Einwilligung nötig sein.
Am besten frühzeitig klären
Klären Sie schon in der Planung, wer im Video zu sehen sein wird, und besorgen Sie die nötigen Einverständnisse rechtzeitig. Das gilt besonders, wenn Ihr Team mitwirkt – eine gute Vorbereitung sorgt für einen reibungslosen Drehtag: Mitarbeiter auf den Dreh vorbereiten. Auch beim Dreh im öffentlichen Raum spielt das Thema mit hinein: Drehgenehmigung im öffentlichen Raum.
Häufige Fragen zu Model Release und Persönlichkeitsrechten
Was ist ein Model Release?
Eine schriftliche Einverständniserklärung, mit der eine gefilmte Person der Aufnahme und der geplanten Nutzung zustimmt.
Brauche ich für meine Mitarbeiter eine Einwilligung?
Ja. Auch im eigenen Team ist die Teilnahme freiwillig, und eine schriftliche Einwilligung sichert die spätere Veröffentlichung ab.
Was gilt bei Minderjährigen?
Bei Minderjährigen ist zusätzlich die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich.
Was ist mit Passanten im Hintergrund?
Zufällig sichtbare Personen sind meist unkritisch, solange sie nicht im Mittelpunkt stehen. Rücken sie ins Zentrum, kann eine Einwilligung nötig werden.
Fazit
Persönlichkeitsrechte und das Model Release gehören zu jeder professionellen Videoproduktion dazu: Wer erkennbar im Bild ist, sollte schriftlich zustimmen. Das schützt Sie und schafft Klarheit für alle Beteiligten. Gerne unterstütze ich Sie bei der Planung und stelle passende Vorlagen bereit. Sprechen Sie mich an.